Anlage von artenreichem Grünland

... in der Managementzone im Bereich früherer Fichtenbestände

Projektidee 
Anlage von Wiesen durch Mähgutauftragung auf Windwurf- oder Kahlschlagflächen früherer Fichtenbestände auf der Dreiborner Hochfläche

Hintergrund 
In der Managementzone des Nationalparks Eifel auf der Dreiborner Hochfläche befinden bzw. befanden sich inmitten oder angrenzend an zur Pflege verpachteten Grünlandflächen Bestände der in der Eifel nicht heimischen Fichte. Diese Bestände werden sukzessive durch Einschlag entfernt bzw. sind durch die letztjährigen Stürme teilweise geworfen worden. Soweit solche Flächen in den für eine Dauerpflege vorgesehenen Bereichen liegen, sollen sie als artenreiches Grünland entwickelt werden.

Als Methode der Wiesenentwicklung wird die Auftragung von frischem Mähgut artenreicher Wiesen aus dem Nationalparkgebiet auf entsprechend vorbereitete offene Böden angestrebt. Hierzu wurden von 2006 bis 2010 Versuche durch die Nationalparkverwaltung durchgeführt. Die hieraus gewonnen Erfahrungen können in das geplante Projekt einfließen.

Durchführung 
Derzeit stehen auf der Dreiborner Hochfläche zwei Fichten-Kahlschläge bzw. Windwurfflächen (ca. 1 ha bzw. ca. 1,6 ha Gesamtfläche)  im Umfeld der Wüstung Wollseifen für eine Wiesenentwicklungsmaßnahme zur Verfügung. Sie befinden sich im bzw. am Vertragsgebiet des Schäfers Herrn Hunds.

Zunächst muss diese jeweilige Fläche mittels einer Stubbenfräse sowie eines Forstmulchers/-häcksler von Astmaterial, Baumstubben und inzwischen aufgekommenen Sträuchern wie Brom- und Himbeeren befreit werden. Das Häckselgut wird gleichmäßig auf der Fläche verteilt.

Auf das Häckselgut wird das frische gewonnene Mähgut von artenreichen Bärwurz- oder Goldhaferwiesen des Nationalparks in einer Lage von ca. 10 cm mittels Ladewagen aufgetragen. Nach ein- bis zweimaligem Wenden des Mähgutes wird dieses abgetragen und entsorgt, um den Wildumbruch nicht zu begünstigen. Während der ersten beiden Folgejahre werden die Flächen während der Schafbeweidungsperiode mit einem mobilen Zaun durch den Schäfer ausgezäunt, um das Auflaufen der Wiesenarten nicht durch Fraß und Tritt zu beeinträchtigen.

Die Durchführung beginnt im Winter/Frühjahr mit der Vorbereitung der Fläche. Die Mähgutauftragung erfolgt im Juli. Die Maßnahme ist mit dem Flächeneigentümers (BImA) abgestimmt und wird zuvor in den Nationalparkgremien vorgestellt.

Die Maßnahmen (Flächenvorbereitung, Mähgutgewinnung und -auftragung sowie Abtransport) müssten zuvor ausgeschrieben werden und benötigen dementsprechend eine Vorlaufzeit von jeweils ca. 8 bis 12 Wochen.

Wissenschaft 
Die Entwicklung des neu angelegten Grünlandes wird durch regelmäßige Untersuchungen der Nationalparkverwaltung über mindestens drei Jahre verfolgt und dokumentiert.

Kosten 
die Kosten belaufen sich auf ca. 2.000,- bis 3.000,- € / ha